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update messe

sööö, da sind wir wieder. Habe mir übrigens gestern gedanken über das "wir" gemacht, bin zu dem Schluß gekommen, dass es mich und den Leser meint. Also weiter "wir". Wo waren wir?  - Ah ja, Messe. Mom, was trinken holen... Re - wb

Äh, der angedrohte Assoziatiponsblaster fällt aus, aber ich habe mir Mühe gegeben, auf Dinge zu achten, es gab streng genommen unheimlich viel. Ich habe noch keine Linie, aber nen paar Pläne. Okay, der Klasiker zuerst: Die Leute auf der Messe; sie beobachten zu können, entschädigt für einiges. Fangen wir mit Päärchen an, nehmen wir Paare. Natürlich haben Paare eingefahrene Verhaltensmuster und die unterscheiden sich erheblich und sind oft in wenigen Sekunden zu erkennen. Es ist faszinierend. Schön sind die harmonischen Paare, dieser beiläufige, selbstverständliche Kuss, bevor man nach einer kurzen Besprechung weiter geht. Es gibt Menschen, bei denen man dieses unsichtbare Band förmlich sieht, sie sind koexistent. Was einen die Messe nicht alles lehrt: Familien spielen eine große Rolle in unserer Wirtschaft. Da sitzen dann eine Inderin und ihr Mann an ihrem Schnitz- und Räucherwerkstand beisammen, an einem kleinen tisch mit einer kleinen, blechernen Teekanne, umgeben von ihrem indischen Folklore-Kitch, den sie europäischen Wohlstands-Hippies andrehen wollen. Die beiden sahen sehr alt aus, sehr müde, in einer Halle, in der nur die Standbetreiber ihre traurige Wache hielten. Ich habe nur einen begrenzten Überblick, aber an diesem Abend gegen 5 kann die Stimmung unter Austellern als apokalyptisch bezeichnet werden, Besucher waren keine da. Niemand ordert mehr Klöterkram, und die Ambiente ist Klöterkram in 10 Hallen. Die Besucherzahlen müssen ein Witz gewesen sein, das ganze 1/4jahr war lau, aber Ambiente hat immer gebrumt, diesmal nicht. Ich hörte Gesprächsfetzen à la "...wenn du 50 Aufträge weniger machst..." So halt. Passend lese ich im Netz, dass große Aussteller von der IAA abspringen. Ehrlich gesagt überrascht es mich, diese in Medien omnipotente Krise ganz handfest anzutreffen. Dazu: Spiegel Online linkt einen Krisen-Ticker vom Mangermagazin! (omg!) Dort habe ich erfahren, dass Brio-Holzeisenbahn wohl auch koppeister geht. /cry Die Messe hat eigentlich, ohne das zu merken, etwas dekadentes. Der ganze Larifari, der dort veranstaltet wird, hatte iwie was irritierendes. Die Messe hält sich ein Heer von Idioten, die kellnern, kassieren, basteln, müllsammeln, kurz: schäbige Dienstleistungen erbringen, damit sich die eigentlichen Akteure ihrem Kram widmen können. Ist total naheliegend und folgerichtig, es hat sich nicht zufällig so entwickelt. Aber es schillert diese Diskrepanz zwischen "denen da oben" und "denen da unten" ganz unvermittelt durch. "Da oben" gibt "da unten" ihre Mäntel und ihr Gepäck. Das Ganze steht in einem etwas anderen Licht, wenn so ein "oben" abends aussieht, als hätte er ein Gespenst gesehen. Es hat nach Cholerik am Schalter gerochen, aber es erwischte nicht mich. Fast leider, aber was die Buschtrommeln trommelten, war herrlich:

Ein Belgier ist wegen (unsere Sicht) wegen fahrlässiger verhorstung seiner zweifelhaften Zugangsberechtigung (Ja!!!!) nicht mehr reingekommen und hat eine unserer kleinen netten Servikassenmädels (kurz SS, z.B. im Arbeitsvertag) wohl eine furiose Szene gemacht, so mit Nazi-Vorwurf und "you fucked up Ticket-Bitches" und so. Ja, die Glasscheibe. Und sie wohl volles Met zurückgeballert, muss herrlich gewesen sein. Nach solchen fights zittert man am ganzen Körper. Der Nachbar zittert noch. Wirtschaft ist auch selbstverständliche KKonfrontation, und starkt formalisierte. "Oben" beisst anders als "unten".Oho! Assoziationsblaster: On!

180bar, eine DigiCam und 4 Asiaten, trärä

Eure tapfere Oberschwester sitzt also zutiefst gelangweilt an ihrer SS an ihrem Katzeneingang und ist schockiert, dass die Uhr einfach nichts tut. An meinem Katzeneingang passiert rein garnichts, was einerseits nen Segen ist, anderseits halt boring as hell. Ich sitze da allein, was eigentlich ein Segen ist, aber eben boring as hell. Man widmet sich dem, was in Reichweite ist, leider ist man halt 8 Stunden auf diesem Stuhl festgenagelt. Man ist darauf angewiesen, dass die Dinge zu einem kommen. 

Es kam ein Mann mit bestimmtem Schritt zu meinem Schalter und fordert mich auf, Securities zu rufen, auf seinem Stand sei fotografiert worden. Er hält eine Digicam in der geschlossenen Faust. Er hat richtig Druck und vier Asiaten im Schlepptau, denen halt die Kamera gehört. Ei! Security-Rufen ist ersma so ne Sache, war bisher nie nötig, Katzeneingang halt. Zeitgewinnen: Situation erfragen, mit beiden Parteien kontakt aufnehmen, Telfonhörer einklemmen, schon ist man raus. Es wird diskutiert, sachlich, verhalten. Der Austeller besteht auf seinen Standpunkt und tut sich nicht leicht damit, aber er sieht es nicht ein und hat damit nicht unrecht. Die Frau unter den Asiaten möchte von mir gezeigt bekommen, wo steht, dass keine Fotos auf der Messe gemacht werden dürfen. Und es befinden sich weder an den Eingängen noch im Katalog offensichtlche Hinweise. Verwunderung meinerseits. Das war mal anders, es gab schon seperate Teams (an den großen Eingängen), die Fleyer verteilt und Kameras konfisziert haben. Aber es hängen Dutzende Schilder an den Ständen. Und es ist halt eines der heißen Themen der Messen: Produktpiraterie. Hier treffen die Leute, die Crap entwerfen die Leute, die ihn klauen und produzieren. Wenn man den Messebetrieb kennt, versteht man den Mann, der diese konkreten Personen unter Generalverdacht stellte. Es schien ihm bewußt zu sein. Aber in seiner Situatuion verhindert man wenigsten die offensichtlichsten Möglichkeiten zum Plagiat, wenigstens das. In so einer Stimmung stand er da, beruhigt, als ich ihm bestätigen konnte, dass Securities auf dem Weg seien. Sie kamen, und übernahmen die Debatte. Letztlich löschten sie alle Bilder von Ständen auf der Kamera, was so gesehen ja erstmal ein ordentlicher Eingriff in die Rechte der Chinesen darstellt. Naja, falls es welche waren, war ihnen das wohl nicht bewußt :-) Und Securities tragen Uniformen... Auch die Beschuldigten haben sich sehr vernünftig gezeigt, ich war mir komischerweise nicht sicher, ob sie verstanden, worum es ging. Es war ihnen sichtlich unangenehm, Gegenstand von Aufsehen zu sein. Die 180bar des Austeller verboten es aber, die Sache anders zu Regeln. Es ist ein bezeichnendes Beispiel dafür, dass die etablierten die Aufsteiger fürchten. Sie graben uns knallhart das Wasser ab und die Geschäftswelt weiß das schon. Doch, sie wußten worum es ging. Wobei das mit dem Fotografierverbot halt wieder eine Sache ist. Es kann nicht klar geregelt werden. Das Gruppenfoto von Geschäftspartner ist völlig geläufig, es rennen Presseleute rum, Slash steh im Blitzlichtgewitter, wenn er für 45min auf der Musikmesse aufschlägt, aber die armen 4 Chinesen, die hat's erwischt, auf die wurde die gebrochene Regel angewendet. Einer der Securieties meinte noch zu mir, es gibt zwei Dinge, die er aufgegeben hat: Rauchen und Fotografieren. Tja, Institutionen brauchen Spielräume. Sie sind wie ein hölzerner Gegenstand, der sich windet und verzieht, mal hier quietscht, mal dort spannt...

 oO. poetische gesülze incoming, dann schneller wechsel zum kickboard-duo, obwohl, lieber nicht, lieber out, eh schon wieder viel zu lang, der schinken. /out /out /out

*wobei es gerde spass macht :-)

*Antrag auf mehr Bilder ist übrigens abgelehnt, hier wird gelesen! Aber ein Facelift ist angesetzt. Der zu diesem Zweck ausgebeutete Praktikant kommt allerdings einfach nicht inne puschen, schrecklich das! Mit den Worten seines Chefs: "Ich prangere das an! H...!!!"

 *Edith erklärt noch schnell, wieso die Texte so lang werden in letzter Zeit: ich will beenden, scanne auf grobe Schnitzer und steige dabei wieder ein. Die Posts werden länger und ein Restbestand an Schnitztern bleibt auch übrig. Allen ist geholfen...

17.2.09 23:19
 


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