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Dieser Sonntag

Es gibt nichts schöneres als einen verregneten Katersonntag! Dies ist so einer, wir haben es halb zwölf und sitze mit diesem permanent schwacen Kreislauf und dezentem Kopfschmerz hier am Rechner. Wach bin ich ca. eine Stunde. Begonnen habe ich den Tag mit Kaffee aufsetzen, Fenster aufreissen und einleitendem Scheißhausbesuch. Unser Scheißhaus wurde bereits vorgestellt, das Fenster ist eigi immer gekippt. Dort hockte ich schlaftrunken und höre und rieche den Regen. Er kommt wie bestellt und in dieser Region kann ein altes Nordlicht wie ich dem bisschen Regen nicht überdrüssig werden. Ein freier Sonntag nach ziemlich hektischen Tagen und Regen als Abschluß eines Winters, der immerhin mal stattgefunden hat. Das ist sogar besser (weil seltener xD) als Regen. Wir haben jetzt wieder plus-Temperaturen und der Regen wird kurzen Prozess mit dem Schnee und Eis machen. Gerade gestern habe ich einen vereisten Springbrunnen gesehen, eine zufällige Eisskulptur unter der Fontäne - sehr schön. Es wird ein wenig Frühling einziehen, das ist ein schönes Bild, sehr passend, denn heute ist des weiteren der letzte Tag meines wow-accounts. Dieser Frühling fegt also den Lich King aus meinem Alltag, welch ein schönes Bild. ;-) Ich erinnere mich an das erste Auslaufen meines Accounts, das war das, was man einen kalten Entzug nennt. Ich habe nach 0.00 so lange es geht nicht ausgeloggt und dann mit einem mulmigen Gefühl überprüft, dass der Login nicht mehr funktioniert. Alles mit dieser irrationalen Hoffnung, das der Acc aus iwelchen Gründen noch läuft, gleichzeitig aber mich versichernd: Ich will das so. Ja, so ist dass, wenn man mit einem MMO aufhört. Zocker kennen das. Diesmal ist es ein wenig anders. Trotzdem habe ich diesen Kater-Sonntag klassisch eröffnet mit Kaffe, einem kleinen Dübel und dem obligatorischen LogIn. So beginnen diese "Wasted  Days". Dieser hier wird bewußt gewasted, dieser 18.Januar gehört mir. Dieser Tag ist schließlich auch politisch ein "Wasted Day", Hessen wählt mal wieder und ich ärgere mich eigentlich jetzt schon, dass ich wählen werde, weil die ganzen Honcks das nicht verdienen. Ich bin insbesondere der provinziellen Phrasendrescherei dermaßen überdrüssig, dass ich kotzen könnte. Ich wähle, weil es komisch ist, über Politik zu meckern und dann nichtmal zu wählen. Wählen ist das Minimum politischer Aktivität, weniger geht nicht.. mehr schon. Was für Sonntag! Fassen wir zusammen: Wahl, WoW läuft aus, Kater nach schöner Feierlichkeit und nach 4 Tagen Messe endlich ausschlafen, insbesondere nach vorgestern Nacht. Vorgestern war ein unfassbarer Tag.

Und Messe ist irgendwie ein Verschleiß-Job. Ich sitze mit riesigen Heißluftgebläsen im Rücken in einer eigentlich zugigen Vorhalle. Nach zwei Tagen sind meine Lippen so wund das sich dieser weiße, härte Schorf bildet, die Haut wird rissig und iwie ölig, es wachsen dann fette Pestbeulen auf der Stirn und nach zwei von drei Messen war ich krank. Viren aus 5 Erdteilen, sie leben hoch! Da ich nicht früher schlafen gehe, aber aufstehen muss, kommt es zu noch mehr Schlafdefizit und dann ist da noch die obligatorische Schnittwunde an der linken Mittelfingerkuppe. Ich habe sie jedes mal, sie ist betriebsbedingt und entspricht den Wunden am Rand des Nagels, die durch Pulen und Friemeln verursacht werden. Es sind diese nervigen Risse, die nicht aufhören zu stechen. Sie entstehen, wenn man das Papiergeld ablegt. So wie ich das mache, trifft diese Stelle (die vorderste der drei Finger, die die Scheine halten) auf die in der Kasse liegenden Geldbündel und die Kanten der Geldscheine schlagen über Zeit die Wunde in die Fingerkuppe, immer wenn ein Schein die Kerbe trifft, bekommt man diesen Extra-Stich. Es nervt, auf diese Art ist die Messe verschleiß. "Brauchbarer Verschleiß", aber Verschleiß. Es ist nicht förderlich, sich über die in einer Messehalle kursierenden Viren Gedanken zu machen. Und Geld ist tatsächlich schmutzig und es stinkt tatsächlich! Geldscheine en masse riechen richtig müllig und wer mal viel Silbergeld in den Händen hat, kennt es auch. Völlig zu recht sind die Messetoiletten mit desinfektions-spendern versehen. Ich nutze sie vor und nach dem Pissen und einfach so zwischendurch:-)

Am Freitag hatte ich dann mittags frei, war dann in Bockenheim, Krempel erlediegen und wollte dann zuhause kurz saugen und dann etwas Pennen, bevor die abendlichen Chill-Session in unserem Wohnzimmer losgehen würde. Das Anschalten des Staubsauger folgerte einen komplett-Stromausfall in meinem Zimmer. Bäm, alles Weg. An solchen Tagen habe ich ein dünnes Nervenkostüm. Da man den Kassiererjob am besten mit der stoischen Gelassenheit einer Hindu-Kuh erträgt, steigt das Aggressionspotential nach Feierabend in unermessliche Höhen, schaller... Und so stehe ich da mit meinem schwulen Staubsauger in einem dunklen Zimmer und kann es einfach nicht fassen. Analyse: Partieller Stromausfall: Mein Zimmer ganz tot, Wohnzimmer Licht und eine Steckdose tot, Spangis Deckenlicht auch tot, Rest intakt. Elektriker bekreuzigen sich bitte jetzt. Die Sicherungen brachten keine Besserung, mein Vorgänger kannte auch keinen entscheidenden Trick (derer es in einem Altbnau ja viele gibt) und die Nummer des Elektoinstalateurs, die im Sicherungskasten stand, war nicht mehr vergeben. Also, last Chance: Vermieter anrufen. Und damit war die Lunte entzündet an der Bombe, die diesen abend noch hochgehen sollte. Ich hatte Sie am Telefon, und es wurde vereinbart, dass ihr Mann sich abends als Hilfshausmeister versuchen würde. Ich hatte eh noch weitere auswärtige Pläne und keinen Bock, jetzt bis 8.00 zu warten und habe flugs den armen Spangi dazu verdonnert, die Fehlersuche zu beausichtigen, während ich in letzter Instanz auf einer ruhigen, gemütlichen, anderen Couch landete, einer Sache also, die es so daheim heute nicht mehr geben würde, soviel stand fest. Ich muss zugeben, dass auch Trotz mit rein spielte. Diese Wohnungs-Suppe wollte ich nicht alleine auflöffeln. Und mir schwante, dass da großes Bevorstand. Und da wußte ich noch nicht, dass Spangi in Begleitung von Grasi und Jarno anrücken würde. Leider kennen nur wenige Leser die beteiligten Akteure, geschweige denn beide Seiten, aber das Aufeinandertreffen unseres Schwiegersohns der Hausbesitzerin mit Tourett-Grasmuck, Jarno the Hausmeister und MC Spangenberg ist von epischem Ausmaß! Da wäre ich dann doch gerne dabei gewesen und als mir Spangi (immer noch sich fragen, wieso ich nicht da sei, hier die Antwort: weil ich keinen Bock hatte...^^) das ganze am Telefon andeutete waren wir beide von Lachkrämpfen geschüttelt. Es ist wie Helge_Schneider4real vs Monthy Pythoon, es muss unfassbar gewesen sein! Der Punkt: Die Vermieter verdrängen permanent den Zustand dieser Wohnung. Die Elektronik ist und war schon immer abenteuerlich, tatsächlich haarsträubend. Der Rest der Wohnung nach unseren Maßstäben nur verschroben, improvisiert, etwas chaotisch und dabei bumsgemütlich. Aus der sehr biederen Sicht unseres Schwiegersohns allerdings ist sie unmittelbarer Vorhof der Hölle. Verschiedene Aspekte wurden als "völlig untragbar", "katstrophal" ect.pp. bezeichnet. Man muss sich jetzt eine zwergenhafte Figur bar jeden elektronischen Sachverstandes vorstellen, in jeder Hand ein Messgerät und wahrlos an Buchsen und Kabelenden rüttelnd, fummelnd und messend. Er über die Deckenfluter im Flur: "Ja, da gehen ja auch nur 2 von 5. Unfassbar..." (Äh, wen interessiersts? Zwei reichen völlig?) Hebt die Arme um gegen die Decke zu klopfen, kommt aber nicht ran. (Ich könnte sie mit dem Ellenbogen erreichen.) Jarno haut einmal gegen die Decke und sofort leuchten 4von5 Lampen... (Ich kann es mir GENAU vorstellen, ich wüßte zu gern den WORTLAUT) Aaaaarrrfhhh!!! So ging das über ne halbe Stunde, es muss realer Slapstick gewesen sein, es muss unfassbar gewesen sein. Ich bin dann nach langer Heimfahrt durch die letzte Winternacht der Saison gegen 10Uhr angekommen und wir haben uns bis halbeins an Gräsis Schauspieleinlagen ergötzt: Er mimte den Schwiegerzwerg und den cholerischen Qdolf. Ich habe tatsächlich geschäumt über die ganze Situation und den zu erwartenden Streß und überhaupt, war aber eigi nicht böse, es war zu absurd, zu wild und ich war zu kaputt für weiteren Widerstand. Um 1.00 habe ich mich verkrümelt, kurze Zeit später kehrte auch Ruhe im Vorzimmer ein und ich werden so gegen 2.00 geschlafen haben. Um 4.xy wache ich von heftigen Schlägen auf, irgendwas bei uns im Haus. Ich stehe auf, wanke durchs Wohnzimmer, wo Jarno vom Sofa aus irgendwas nuschelt, in den Flur, zur Wohnungstür, ich sehe Licht im Treppenhaus, trete vor die Tür und sehe ein Stockwerk unter uns: Zwei Bullen, zwei Rettungssannis, einen Schloßer und weiteres Personal. Ich frage den Polizisten was denn los sei, er antwortet gewohnt uninformativ: "Wir Öffnen die Tür." Ich verkneife mir ein: "Das sehe ich auch.." und beschließe, die Sache nicht zu verfolgen und gehe wieder Pennen. Mit diesem ätzenden Gefühl: Du pennst keine drei Stunden und stehst in 2 Stunden wieder auf und das nach diesem Tag. Der Samstag war dann reines Durchhalten, gekrönt durch Martin'sches Geburtstags-Party, die ich unter keinen Umständen auslassen wollte. Erstmal Messe, anstrengend trotz weniger Kunden. Mit der NAcht im Rücken kaum erträglich, ich hatte bezeichnende 20€ minus in der Kasse, was eigenltich anhand meines selbstauferlegten Standars inakzeotabel wäre. Aber nicht an diesem Tag. Es plätschert so weiter, was bedeutet, dass man nie Ruhe hat, nervig. Dann Heim, Telefonate in Sachen Stromausfall und dann meine Begehung der Wohnung mit derm Schwiegerzwerg, die wie alles, was ich mit ihm bisher erlebt habe, kömidiante Züge trug. Diesmal nahm er eine Tischlampe und checkte jede Steckdose der Wohnung einmal, während alle Sicherungen aus waren und einmal während alle Sicherungen an waren. Die Trefferquote meiner Prognosen in dieser Sache lag bei dezenten 100%, ich war wieder der Hindu-Q. vom Vormittag. Ich wollte das alles nicht glauben. Dazu anstrengende Gespräche über die nächsten Maßnahmen und damit verbunden Kosten. Ich sehe dem gelassen entgegen und gratuliere mir zu dem Passus im Mietvertrag, der besagt, dass beiden Parteien der Zustand der Wohnung bei Übernahme bekannt ist. Es ist lustig, dass es Hausverwaltungen gibt, die sowas unterschreiben, ohne die Wohnung anzuschauen. Zumal es einen weiteren Passus gibt, der besagt, dass bei Auszug nicht renoviert wird. Die Wohnung ist so billig, weil die Hausverwaltung seit Jahren kein Cent in sie rein steckt. Das ist der Deal, wir stellen keine Ansprüche und haben eine niedrige Miete - ausser Strom im Zimmer... Die Leitungen müssen fast schon Jarhzehnte in diesem anarchichen Zustand sein. Und Leitungen sind sowas von Vermietersache, das geht schon garnicht. Insofern nehme ich den Schwiegerzwerg einfach nicht ernst mit seiner Ansage, klären zu wollen, wer diese Kosten zu tragen hat. Wie bitter es für diesen Mann sein muss, dass man ihn einfach nicht ernst nimmt! Als Vermieter! Es ist fast tragisch. Die Art wie er permanent auf die Schwiegermutter verweist ist fast zwanghaft. Sein Wort gilt tatsächlich nicht, ich glaube, die Rolle als Verteter vor uns, den Mietern, war von ihm als ein Feld angelegt, wo er mal Autorität haben könnte. Aber das funktioniert nicht. Ich glaube auch, dass er mich nicht mag, weil ich groß bin. Er mag Menschen, die groß sind, generell nicht so gerne. Er ist dabei weder unfreundlich noch bösartig, keinesfalls ein übler Kerl, aber  hoffnungslos spießig, quasi ahnungslos und vorallem völlig belanglos, weil er zu 150% unter der Fuchtel seiner Frau steht. Es ist eines dieser unglaublihen Paare: Sie groß und rund und dick und laut und grell und Er klein, leise, unbehändig etwas maulwurfhaftes an sich, ihr in allen belangen unterlegen. Man hört Sie manchmal, wenn sie Kinder, Mann oder wen anderes falltet. Es ist köstlich, es ist sehr laut und grell, es hat was von Gutemine bei Asterix & Obelix. Ich würde gern wissen, wie konkret diese Kinder auf den Weg gebracht wurden, der T´Zeugungsakt muss urkomisch ausgesehen haben. Wie reich das Leben doch ist, wenn man Fantasie hat :-)

Das Ende meines Märtyriums war erreicht, als der Schwiegerzwerg die Wohnung verließ. Dann kam ein wenig Regeneration, ich habe kurz und nett mit JayBee gekocht, dann mit Merlin den Vorabend verchillt um dann vom kleinen Ochs eingesammelt zu werden. Ich hätte gedacht, dass ich die Party um 0.00 aus Müdigkeit wieder verlassen würde, war mir ganz sicher, dass Tanzhaus flach fallen würde und bin dann doch erst nach fünf Richtung Heimat geeiert. ALs ich dann aufwachte hat es geregnet, und der Lichkönig schnürrt sein Bündel und ich habe an diesem Tag zum ersten Mal ein 2000:0 in "FdS" hinnehmen müssen. Das ist das beschämend schlechteste Ergebnis, das man in diesem BG einfahren kann. Es passte ins Bild. Danach habe ich ausgeloggt und euch diesen kleinen Laberflash kredenzt. Ich habe mir vorgenommen, es einfach fliesen zu lassen. Das hier ist ungeordnet und wohl schwer zu lesen, weil zusammenhangslos und unstrukturiert. Aber es ist schön, es macht mir Spass, es ist eine kleine Spielwiese. Es ist jetzt halb zwei, der Regen hat aufgehört, ich brauche mehr Kaffee. Der Weg bleibt das Ziel und es wird wärmer...

18.1.09 14:11
 


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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


flo (19.1.09 12:55)
ich kann mir vor meinem geistigen auge zu gut vorstellen, wie der herr seinen rechner, die tischlampe, die stereo anlage und anderes gedöns, wie heizdecke und zu guter letzt noch den staubsauger in seine einzige in eine 1 in 6 dose stüpselt!!! gratulation!!!

der lichking is eh pöhse, die sau^^

kuss

er EX


qdo (19.1.09 16:52)
Teuerster! Es waren 2 Dosen, zwei waren es...
Der Alte würde sagen: "Das muss das Boot abkönnen."

grüße von der o.

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